Wer’s glaubt, wird selig
Leser dieser Seite haben vorraussichtlich nicht wirklich mit einem Wandel, mit dem so sehr von Obama beschworenen ‘Change’ gerechnet, nur weil mit dem designierten, ersten farbigen US-Präsidenten nun (wieder) ein Demokrat ins Weiße Haus einzieht. Ich jedenfalls nicht. Es ist ja auch eigentlich furchtbar vorhersehbar. Nach zwei Amtsperioden, der vollen Distanz also (außer Roosevelt, glaube ich, der durfte dreimal), folgte fast immer Republikaner auf Demokrat, Demokrat auf Republikaner. Macht auch einen guten Eindruck. Ist so vorzeigbar, so bilderbuchdemokratisch.
Nun verliert dieser Eindruck aber doch an Glanz, wenn bestimmte Figuren in Amt und Funktion bleiben, obwohl Staatsoberhaupt und dessen Partei gewechselt haben. Vor allem wenn - sagen wir einmal - der KriegsVerteidigungsminister der gleiche bleibt, obwohl Obama doch einen ach so anderen Kurs verfolgen wollte als der schießwütige Wahl-Texaner, der sein Vorgänger war. Nun, auch das hat Tradition in den USA. Minister und Berater, die der Reihe nach für sechs bis sieben Präsidenten tätig waren. Man könnte dem sogar positive Aspekte abgewinnen andichten: das erfahrene Leute selbstlos ihre in Jahren erworbene Kompetenz in den Dienst des Mandat spendenden Volkes stellen zum Beispiel. Nur, wer mag das glauben? Den Finger auf der Verteilung der Welt-Öl-Reserven behalten und auch sonst weiterhin den Interessen einer bestimmten Clique dienlich sein, trifft es da eher.
Wer sich etwas näher mit Obamas Schreckenskabinett, seinem “Käfig voller Falken” beschäftigen möchte, kann es in übersetzter Form bei hintergrund.de oder im englischen Original bei globalresearch.ca tun.
